Pappmaché-Trophäe auf Holzbrett mit echten Glasaugenprothesen aus den 1940er Jahren

BAD - IS - MUSS
/Badismuss/
Substantiv, maskulin [der]


wahrscheinlich zwischen Neckar und Bodensee (im späteren Großherzogtum Baden) entstandene, heute weitverbeitete Ansicht, dass tägliche Berührung des Körpers mit Wasser dem Wohlbefinden zuträglich sei.

Der Badismuss konnte im Laufe der Zeit fast schon einen religiösen Status erlangen und führte so in weiten Teilen der Welt zur Gründung von regelrechten Badeorten. Nach einer Zählung um 400 n. Chr. gab es allein in Rom 11 öffentlich zugängliche und daneben 856 private Warmbadeplätze.
Nach einer dunklen Phase des mißverstandenen Badismuss im Mittelalter, in dem Badehäuser zu Krankheitspools wurden, gelang es den Badisten mit Beginn der Aufklärung eine neue Reinheitslehre zu etablieren. Ein Meisterwesen trug neben dem Reinheitsgebot maßgeblich zur Qualitätssicherung bei und brachte viele berühmte Badistische Meister (umgangsspr. „Bademeister“) hervor.

 

Hier der für die Ewigkeit präparierte

"Meister Zumba-de-Wohl"


Seit dem Anfang des 21. Jahrhunderts haben sich neben den Warmbadisten vor allem die Warmduscher in den gesellschaftlichen Vordergrund gespielt.